Ein Wintermärchen
Auf den Tisch legen wir die Fakten
Die Steiners – das ist ein Wintermärchen in mehreren Akten
Die wichtigsten Momente der Geschichte sind
begleitet von Kälte und von eisig Wind
Von dunklen Nächten mit reichlich Schnee
Aufgewärmt bei Feuer, Glühwein oder Tee
Der erste Kuss, die grosse Lebenswende
Begleiter waren stets eisig kalte Hände
Drum lassen wir uns von innen erwärmen
Gemeinsam von der Liebe schwärmen
Die nächste Märchenszene zelebrieren
Uns den Abend lang köstlich amüsieren
Ein hohes Lied auf das Leben singen
Vor Hochmut in die Lüfte springen
Lachen, tanzen, vor Freude weinen
Emotionen feiern, uns vereinen
Gemeinsam über das Leben philosophieren
Uns gegenseitig mit Lebensgeschichten faszinieren
Einen Anlass wie aus dem Bilderbuch
Wird unsere Hochzeit wahrlich erst dank eurem Besuch
Zur Vorbereitung auf dieses Ereignis findet ihr
Alle wichtigen Informationen auf den Seiten hier
Zeremonie
Kapitel 1 - Wie alles begann
Ich hab‘ Dir zwei einsame Seelen mitgebracht
Sie swipen hin und swipen her
Da ist der perfekte Match schon – bittesehr
Zögerlich ist es zu Beginn ja trotzdem schon
Nicht ganz überraschend in der beiden Situation
Denn die zwei haben bei näherem Anbetracht
In den vorigen Wochen nicht die besten Erfahrungen gemacht
In den ersten Tagen beziehen sie schriftlich verhalten ihre Position
Doch so wirklich aufkommen will sie nicht – die Konversation
Um dies zu verbessern, kommen sie auf die fabelhafte Idee
Und verabreden sich im Aarauer Waldmeier – zu Kaffee und Tee
Garstig kalt ist an diesem Dezembertag das Wetter
Hastig fliehen sie gemeinsam ins Lokal – dort ist es deutlich netter
Und schon vom ersten Moment an beschleicht Corinne das Gespür
Dieser Mann öffnet ihr hier heute nicht zum letzten Mal die Eingangstür
Im inneren des Lokals machen sie es sich dann kuschelig bequem
Die Gespräche gestalten sich von Beginn weg äusserst angenehm
Die spannendsten Lebensgeschichten berichten sie sich lang und breit
Sie verlieren dabei schnell jegliches Gefühl für Raum und Zeit
Je schneller die Zeit von dannen zieht
Wird beiden bewusst, dass hier plötzlich mehr geschieht
Im heissen Wasser siedet vor sich hin der Pfefferminz
Und Corinne wird sich bewusst: Da ist er doch, mein Märchenprinz
Im späteren Verlauf ist zusammen der Beschluss bald gefasst
Fabian ist am Abend zu Hause bei Corinne weiterhin zu Gast
Eingepfercht im Peugeot 206 verschieben sie sich weiter
Ins beschauliche Loft in Schöftland und die Stimmung: Die bleibt heiter
Bei knisterndem Feuer und Wein wird der gemeinsame Abend immer länger
Und der Abstand zwischen den beiden enger und enger
Am Tagesende folgt, was in einer romantischen Geschichte folgen Muss
Sie umarmen sich – geben sich voller Zuneigung ihren ersten Kuss
Kapitel 2 - heute hier morgen dort
Kaum ein Tag ohne gemeinsame Stunde
Sie geniessen das Zusammensein in vollen Zügen
Zu zweit ist vieles eben doch ein doppeltes Vergnügen
Das Beisammensein tut ihnen wahrlich gut
Doch das Leben an zwei Orten fordert seinen Tribut
Heute hier, morgen dort
Tasche packen und wieder fort
Nach vielem hin und her wird ihnen klar
Ein gemeinsames Zuhause, das wäre wahrlich wunderbar
Gesagt, getan – ein neues Heim ist schnell gefunden
So geniessen sie bald zusammen die ruhigen Abendstunden
Doch was eine romantische Geschichte meistens nicht betont
Auch sie ist vor etwas Verfänglichem nicht verschont
Denn in jeder Beziehung gibt es einen argen Feind
Ja, die Routine oder auch Alltag – genau der ist gemeint
Diesem Umstand halten sie stets entgegen
Versuchen dies mit immer neuen Wegen
Sie ziehen gemeinsam um die Welt
Bleiben dort, wo es ihnen am besten gefällt
Und so haben die zwei ganz geschickt
Das Problem der Routine im Keim erstickt
Sie leben tagein, tagaus ganz unbefangen
Das Problem des Alltags ist somit schnell vergangen
Kapitel 3 - Warum wird der Bauch so gross?
Denn daher kommt sie auch schon, die nächste Lebenswende
An einem schönen Tag lächelt Corinne Fabian an
Und zog ihn mit ihren Worten in Windeseile in ihren Bann
Fändest Du es auch nicht wunderbar
Wenn Du schon bald, voraussichtlich ab Februar
Papa wirst von unserem Kind
Und wir ab dann zu Dritte glücklich sind?
Die Frage ist bloss rhetorischer Natur
Doch wie reagiert man in Fabians Lage nur?
Er ist erstmals baff und überfordert mit der Situation
Noch nicht überbordend euphorisch ist die erste Emotion
Erst in den kommenden Tagen realisiert er was Wundervolles geschieht
Worauf auch langsam bei ihm die erste Angst entflieht
Auf einmal ist seine Vorfreude riesig gross
Der Gedanke an eine kleine Familie, der ist grandios
Der Bauch von Corinne wird in der Folge täglich runder
Und die Vorfreude immer grösser auf ihr kleines Wunder
Und nebenbei – aus ganz unerkenntlichem Grund
Wird auch der Bauch von Fabian ziemlich rund
Lange reift in der Folge ein Entschluss daher
Dessen Urteil fällt ihm am Ende nicht mehr schwer
Denn endlich ist nicht nur sein Herz bereit
Er trifft in der Folge seinen wichtigsten Lebensentscheid
Kapitel 4 - Drei Wörter für die Ewigkeit
In eisiger Kälte verströmt nur der Mond Gemütlichkeit
Der dunklen Aare entlang spazieren sie Hand in Hand besinnt
Als Fabian ein Gespräch über ihre Zukunft beginnt
Sie tauschen sich aus, wie es dann sein wird zu Dritt
Und was auf sie zukommt in diesem nächsten Lebensabschnitt
Sie gehen über eine Brücke, bleiben in der Mitte stehen
Und nur der Mond ist Zeuge von folgendem Geschehen
Fabian nimmt seinen Mut zusammen – alles wirkt gelegen
Aus der Jackentasche nimmt er eine Schatulle, hält sie ihr offen entgegen
Darin liegt beleuchtet funkelnd ein Ring mit Brilliant
Sie lauscht seinen folgenden Worten ausserordentlich gespannt:
„Ich möchte nicht wie in dieser Situation üblich in die Knie gehen
Denn in jeder Lage wollen wir zwei uns auf Augenhöhe sehen
Und die Frage ist es, die am Ende wirklich zählt allein
Möchtest Du die Frau an meiner Seite sein?“
Nun beginnen auch die Augen von Corinne zu funkeln
Dies ist gut zu sehen – auch im Dunkeln
Etwas überfordert ist ihre Antwort: „unbedingt“
Das ist der Zeitpunkt, an dem die Hochzeitsgeschichte ihren Anfang nimmt
Sie nehmen sich an diesem Wintertag in den Arm
Trotz der Kälte ist beiden unwahrscheinlich warm
„Wo immer Du hingehst, ich folge Dir“
Das versprechen sie sich für ihre Zukunft, jetzt und hier
Kapitel 5 - Die Frau, die sich hoffentlich traut
Am 15. Januar beginnt sie dann auch schon, die grosse Herrlichkeit
An diesem Tag übernimmt Frau Holle in den Morgenstunden abrupt das Sagen
Sie schickt den Schnee in rauen Mengen – und das in alle Lagen
Die letzten Vorbereitungen treffen die beiden noch getrennt
In Vorfreude präparieren sie sich für ihren grossen gemeinsamen Moment
Corinne in der Innerschweiz und Fabian zu Hause
Und auch der Schneefall macht zum Mittag hin seine finale Pause
Pünktlich vor der Trauung wie im Katalog bestellt
Wird letztlich Aarau auch noch von der Sonne erhellt
Der Rahmen zum Anlass ist fast schon kitschig angerichtet
Nur der Schnee auf der Strasse, der hat sich noch nicht gelichtet
Mühevoll kämpfen sich Corinne und Manu im Auto durch den Schnee
Zu gut meint es da mit ihnen wohl die Winterfee
Denn auf dem Rückweg haben sie das grosse Privileg
Dass ein Schneepflug vor ihnen fährt – allerdings auf gesamtem Weg
Also schleichen sie schleppend und fluchend dem Pflug hinterher
Der Termin beginnt, doch der Stuhl neben Fabian, der bleibt leer
So langsam macht sich beim Bräutigam innerlich Panik breit
Hoffentlich sind die vorgeburtlichen Wehen jetzt nicht schon so weit
Gedanken schiessen ihm wie Blitze durch den Kopf
Sie wird mich jetzt doch nicht allein lassen hier, mich armen Tropf?
Plötzlich öffnet sich die Tür und stark nach Atem ringend
Ruft die Braut: Zuerst muss ich zur Toilette – und zwar dringend!
Wenig kann die Trauung dann endlich starten
Es hat sich also für den Bräutigam gelohnt, das lange warten
Ein heimtückisches Virus hat alle Besucher aus dem Raum verbannt
So sitzen sie zu fünft mit ihrer Maske dort im Standesamt
Nach einem Vortrag der Standesbeamten zu der beiden Rechten und Pflichten
Folgen auflockernde Sprüche, um die Stimmung wieder festlich anzurichten
Nach einer Unterschrift und einem emotional besiegelten Ja
Gibt es den standesamtlichen Kuss mit Maske – stimmt die war weiterhin noch da
Mit einem neuen Ring am Finger als ewiger Begleiter
Geht danach der Tag in guter Stimmung zu Hause weiter
Gemeinsam essen sie bis zur späten Stunde
Und geniessen die Feier halt bloss in kleiner Runde
Auch zu einem Hochzeitstanz haben sich die beiden durchgerungen
Zu den Takten von Cordula Grün haben die beiden ihr Tanzbein geschwungen
Einige Tage später, ganz ehrlich und ungelogen
Waren die Blessuren von Fabians Tanzstil auch bei Corinne wieder verflogen
Auf diese Weise war es für alle ein wundervoller Tag
Was letzten Endes an der Herzlichkeit aller Beteiligten lag
Corona hat den beiden die grosse Hochzeitsfeier gestohlen
Sie versprechen sich, dies mit allen zeitnah nachzuholen
Und dann, wenige Wochen mitten in der Nacht
Ist auch das gemeinsame Familienglück vollbracht
Mitten im Februar ist ihr kleines Wunder angekommen
Mila Sophie macht das Glück der beiden ab jetzt vollkommen
Kapitel 6 - das Hochzeitsfest
Mit dem finalen Kapitel, jetzt und hier
Gemeinsam werden wir nun erleben
Wie sich die beiden nochmals das Ja-Wort geben
Hierzu fehlen zwei bedeutende Dinge
Insbesondere sind dies die Eheringe
Hereingetragen werden sie
Von ihrer Tochter, Mila Sophie
Das Ehepaar kann nun voreinander stehen
Und sich dabei in die Augen sehen
Möchtest Du Corinne mit Fabian den Lebensweg bestreiten
In guten, mässigen als auch schweren Zeiten
Von heute bis zum letzten Tag
Welche weitere Geschichte im Leben auf euch noch kommen mag
Dann ist der Moment nun für Dich da
Beantworte diese Fragen jetzt mit einem deutlichen ja
Möchtest auch Du – Fabian – Corinne in allen erdenklichen Lagen
Sowohl in sonnigen als auch trüben Tagen
Fortwährend stützend auf Deinen Händen tragen
Dann bitte ich Dich dies laut und deutlich vorzutragen
Und Deiner Braut mit einem Ja-Wort zuzusagen
Als Zeichen eurer Verbundenheit
Und Ausdruck der Gemeinsamkeit
Tauscht ihr in diesem Augenblick die Ringe aus
Und ihr dürft euch küssen – unter tosendem Applaus
Der Start in ein weiteres Kapitel ist nun vollbracht
Dies wird heute gefeiert, bis der letzte Balken kracht
Ein Glas ergreift sich nun ein jeder, der es kann
Und stosst mit dem Brautpaar auf das Ereignis an